Sevdesk kann scheinbar kein hohes Rechnungsaufkommen verarbeiten?

Ich hatte soeben (mal wieder) eine Situation mit dem Customer Support, die mich doch ziemlich die Stirn runzeln lässt und die ich hier gerne einmal teilen möchte, da ich es zum Einen nicht ganz glauben kann und zum Anderen sicherlich auch für Andere hier interessant ist.

Kurz zum Background: Wir betreiben einen Online-Shop mit ca. 3.000 bis 3.500 Bestellungen im Monat und entsprechendem Rechnungsaufkommen. Dazu kommen dann nochmal ein paar hundert Eingangsrechnungen. Unter’m Strich macht das also 3.500 bis 4.000 Transaktionen im Monat.

Wir sind nun seit dem 01.01.2020 bei Sevdesk und hatten eigentlich schon immer die üblichen Serverprobleme. Ich hatte mir eigentlich von dem Upgrade vor ein paar Wochen Besserung erhofft, jedoch wurde es mit der Zeit nur schlimmer, sodass unser Dashboard in der Regel viel zu lange/garnicht lädt und es ständig zu Verbindungsabbrüchen kommt. Habe mich auf Rat hier aus dem Forum mit meinem Problem an den Support gerichtet und nach etwas Try and Error zur Problemlokalisation kam dann vom Sevdesk Support folgende Aussage:

„Ich habe dein Anliegen nochmal über die Datenbank kontrolliert. Dabei ist mir aufgefallen das dein Volumen an Daten sehr hoch ist. Kann es sein das du viele Rechnungen schreibst? Wenn dies der Fall sein sollte, vermute ich das wir für die Zukunft dir nicht ausreichen werden.“

Hammer! Ist das euer Ernst? Warum ist auf eurer Website keine Rede von einem Data Cap? Im Gegenteil, hier wird dafür aktiv geworben, dass sich Sevdesk für e-Commerce eigne (https://sevdesk.de/branchen/e-commerce/), dass es sich „hervorragend für […] kleine Unternehmen“ eigne (https://sevdesk.de/preise/ -> FAQs -> „Ist sevDesk für mich geeignet?“) und eigentlich auch generell „[f]ür jede Unternehmensgröße“ (https://sevdesk.de/ unter „Genau das, was du brauchst“).

Ich möchte jetzt nicht über Datenaufwand und Serverkapazitäten diskutieren aber wenn Sevdesk ja scheinbar eine Obergrenze für das Datenaufkommen hat, muss das doch offen kommuniziert werden anstatt, dass so irreführende Aussagen getroffen werden. Aber so wird Sevdesk gerade wirklich mehr und mehr für mich zur Mogelpackung (siehe auch Verbuchung von Paypal Gebühren und Automatische Belegzuordnung). Nehmt euch doch diesen Problemen einfach mal zeitnah an und entwickelt hier Lösungen. Wenn ich hier das allgemeine Klima im Forum betrachte, wünschen sich das doch auch sehr viele andere User. Stattdessen werden dann irgendwelche kosmetischen Dashboard Updates ausgerollt, die ich - fun fact - ja eh nicht nutzen kann, weil Sevdesk in der Regel aufgrund mangelnder Serverkapazitäten mein Dashboard garnicht erst (komplett) lädt.

Hi,

das ist wie die Webspace / Server Pakete mit unlimited Traffic. Das gibt es nicht. Fair Use nennt sich das. Damit wirbt aber sevDesk nicht. :grin:
Es gibt Anbieter die nach der Anzahl der Rechnungen die Gebühr für die Software berechnen. Klar ist, jemand wie du, (nicht negativ gemeint) benötigt mehr Ressourcen und ich bin der Meinung das hat nichts mit der Unternehmensgröße zu tun. Bei diesen Störungen würde ich an deiner Stelle tatsächlich gut überlegen, ob ich nicht zu einer lokalen Server Version oder einer lokalen Software / pro Benutzer Wechsel die stabil läuft. Wenn bei den 3500 Rechnungen auch ordentlich Umsatz und Gewinne gefahren wird, dann würde ich in eine stabile Softwarelösung investieren. Den ganzen Ärger würde ich mir ersparen wollen und wir haben nicht viele Rechnungen und das nervt schon. :wink:

Hallo @C_W,

vielen Dank für dein Feedback.

Wir nehmen das ernst und sind gerade intern dabei dies umzuformulieren damit es hier nicht zu mehr Missverständnissen kommt. Den Satz „Für jede Unternehmensgröße“ haben wir bereits angepasst.
sevDesk ist für so eine Datenmenge wie in deinem Fall tatsächlich leider einfach nicht ausgelegt.

Viele Grüße
Anil

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Gebe dir recht, dass es nicht zwangsweise einen Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Rechnungsaufkommen gibt. Ist es aber also Zahlender User meine Aufgabe mich zu fragen, ob die Sevdesk Server unserem Datenaufkommen standhalten? Wenn man sich einerseits als Partner in Sachen eCommerce anpreist - was ja von Natur aus rechnungsintensiv ist - und andererseits als Partner für kleine Unternehmen (und das sind wir anhand buchhalterischer Kennzahlen auch noch), dann sollte man doch für eine entsprechende Infrastruktur sorgen oder zumindest offen kommunizieren wo die Grenzen liegen und an welche Kund*innen sich das Produkt letztendlich richtet.

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