Amazon-Rechnungen mit Reverse Charge in Österreich verbuchen

Hallo,

ich habe mit meiner Firma bei Amazon eingekauft und würde nun gerne wissen, wie ich die Rechnung richtig mit Reverse Charge verbuche. Ich würde gerne nachstehende Rechnung richtig verbuchen:

Ich habe bereits eine Umsatzsteuerregel mit Reverse Charge 20 % angelegt, da bei Elektrogeräten der Steuersatz 20 % ist.

Muss ich nun beim Betrag den Nettobetrag eingeben und auf „Reverse Charge 20%“ klicken und beim Steuersatz 0 % oder muss ich schon die 20 % eingeben?

Was sollte dann bei der Mehrwersteuer-Auswertung genau stehen? Reverse Charge auf Seite Vorsteuer und Mehrwertsteuer?

Vielen Dank für die Hilfe im Voraus!

Hallo @Manuel_Heuzontner,

vielen Dank für deinen Beitrag und herzlich Willkommen in unserem Forum!
Wenn du einen Beleg mit einer Umsatzsteuerregelung Reverse Charge verbuchen möchtest. Musst du, wie du bereits vermutet hast, den Nettobetrag eingeben und die Steuer auf 0% setzen.
In der Auswertung muss dies sowohl auf der Vorsteuer als auch auf der Mehrwertsteuer Seite ausgelistet sein.

Viele Grüße
Büsra

Hallo @Manuel_Heuzontner und @Buesra_von_sevDesk,

die von Manuel gezeigt Rechnung hat rein gar nichts mit dem Reverse-Charge verfahren zu tun sondern ist eine ganz normaler inngergemeinschaftlicher Erwerb. Ist zwar auch ohne Umsatzsteuerausweis, aber ein anderer Sachverhalt im Umsatzsteuergesetz.

@Buesra_von_sevDesk
Gibt es für den IG Erwerb auch eine Hilfe von Sevdesk wie man sich hierfür passende Steuerschlüssel anlegt? Die Umsätze müssen in der Voranmeldung ja wo anders ausgewiesen werden wie Reverse-Charge (§13b).
Ich fände es wirklich sehr hilfreich wenn ihr von Sevdesk schon die Standart Sachverhalte in der Umsatzsteuer vorgeben könntet. Aktuell muss sich jeder einzelne viele Gedanken machen welchen Schlüssel er wie anlegen muss. Fehler sind hier vorprogrammiert. Bitte macht euch darüber Gedanken.
Das ganze Thema mit IG Erwerb und den unterschiedlichen Reverse-Charge verfahren ist so kompliziert, dass es sogar mir schwer fällt die einzelnen Steuersachverhalte anzulegen in Sevdesk und ich arbeite in einem Steuerbüro und hab mehr Background als viele anderen.

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@ Melanie_Frittmann Vielen Dank für den Hinweis also ist bei dieser Rechnung kein Reverse Charge anzuwenden, sondern die Rechnung ganz normal Netto einzugehen ohne Steuer?
Mein STB meinte ich muss Rechnung von Amazon (Deutschland) mit Reverse Charge eingeben? Da ich ja keine Steuer zahle.
Liegt er damit falsch?
Vielen Dank!

Da ich deinUnternehmen mit seinen steuerlichen Rahmenbedingungen nicht genau kenne möchte ich nicht direkt sagen, dass dein Steuerberater falsch liegt. Du könntest ihn aber trotzdem nochmal darauf ansprechen mit dem Hintergrund warum du das als Reverse Charge und nicht als IG Erwerb buchen sollst. Das würe ich machen. :slight_smile:

Schau mal, das hab ich bei Sevdesk gefunden wie man einen IG Erwerb im Programm behandelt. Jetzt kommt natürlich noch die Schwierigkeit, dass wir aktuellen den verminderten Steuersatz haben.
Ich hab jetzt folgende Umsatzsteuerregeln in Sevdesk erstellt:

Das hier ist meine Quelle:

Für die Zeit nach dem 31.12.2020 sofern der Steuersatz wieder „normal“ wird würde ich folgende Umsatzsteuerregel anlegen:

Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass du etwas gekauft hast, dass zum vollen Steuersatz (16%) verkauft werden würde, wenn es kein IG Erwerb wäre.

Was ich noch nicht ausprobiert habe, was passiert, wenn ich mit der Regelung einen Beleg erfasse. Falls etwas nicht funktioniert, melde dich wieder.

@Buesra_von_sevDesk
Ich kenne mich zwar steuerlich aus, bin aber mit dem Programm noch unsicher. Hab ich das richtig gemacht?

Vielen Dank für die Hilfe.

Ich habe dies nun ausprobiert aber leider stimmt die Mehrwertsteuer-Auswertung dann nicht.

Da ich Einzelunternehmer aus Österreich bin und keine Anbindung an das österreichische Finanzonline für die UVAs möglich ist, fehlt bei mir auch die UStVA-Feld Nummer. Ich benötige aber trotzdem eine richtige Mehrwertsteuerauswertung, damit ich das bei den UVAs richtig anführen kann.

Ich bin gerade mit dem Support dabei dies abzuklären aber habe leider noch keine hilfreichen Infos erhalten. Ich hoffe, dies wird noch…

LG

Hallo,

wir haben das selbe Problem.

Ich habe einige Rechnungen aus Deutschland die wir als innergemeinschaftlichen Erwerb verbuchen wollen.

Der Netto- und Bruttobetrag müsste ja in diesem Fall der Selbe sein.
Die MwSt. (20%) muss aber trotzdem so wie ich das verstanden habe, ausgewiesen werden.

Ich kann zwar eine neue Regelung (Innergemeinschaftlichen Erwerb) erstellen, aber dann wird auf den netto - Betrag die Steuer berechnet.

Wie bekomme ich es konkret hin, dass netto und brutto - Betrag gleich sind und die MwSt. aber trotzdem ausgewiesen wird ?

Vielen Dank!

Gibt es hier schon eine Lösung für Österreich?
@Buesra_von_sevDesk