USVA Falschberechnung? Sind mehr Kunden betroffen?

Hallo Leute,

bei mir wird die Umsatzsteuer falsch verrechnet. Ich bin Einnahmen/Ausgabenrechner und habe die Ist-Versteuerung in Österreich. Dies bedeutet, dass die Rechnungen zum Zeitpunkt der Zahlung gebucht werden MÜSSEN.
Leider scheinen die Rechnungen kreuz und quer gebucht zu werden. Scheinbar teilweise nach Lieferdatum?!? Für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Laut der ersten Supportmitarbeiterin darf bei der Ist-Versteuerung sowohl das Lieferdatum als auch das Zahldatum verwendet werden. Dies ist aber nach österreichischem Recht gänzlich falsch!!! Soweit ich gegoogelt habe übrigens auch nach deutschem Recht…

Die zweite Supportmitarbeiterin hat den Fehler nach Verweis auf die Seite der WKÖ erkannt und weitergeleitet. Allerdings habe ich auch hier, bei so einer dringenden Angelegenheit, noch keine Rückmeldung erhalten.

Somit habe ich jetzt die Buchhaltung der letzten 14 Monate falsch!
Ich hoffe dies ist nur ein Problem meines Accounts, ansonsten wäre es ein Armutszeugnis, wenn ein Buchhaltungsprogramm die grundlegendsten und einfachsten Buchhaltungsregeln nicht kann!!! Man stelle sich vor 1000e Einnahmen/Ausgabenrechner haben die Ust falsch abgeführt und Rechnungen gar nicht berücksichtig, weil sie aufgrund des Lieferdatums in ein Vormonat, das schon Ust-abgeführt wurde, gebucht wurden. Auch die Jahresabschlüsse wären aufgrund des selben Prinzips falsch und würden Sevdesk - Kunden Unsummen kosten.

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Ich kann zumindest bestätigen, dass sevdesk bei IST-Versteuerung die Einnahmen nach Rechnungsdatum im Dashbord zuordnet und nicht - wie es richtig wäre - nach Zuflussdatum. Das habe ich bereits im Januar 2020 (!) moniert und immer wieder darauf hingewiesen. Sevdesk interessiert das aber nicht.
Es wäre eine mögliche Ursache für die fehlerhafte USt-Buchung. Da ich meine USVA aber nicht über sevdesk mache, kann ich es nicht mit Gewissheit bestätigen.

Ich bin verwirrt. Reden wir über Belege? Oder über selbst geschriebene Rechnungen? Über Einnahmen oder Ausgaben?

Denn bei mir wird das Zahldatum für die UStVA verwendet.

Es geht darum, dass Belege in UVA trotz Ist-Versteuerung nicht immer mit Zahlungsdatum gebucht werden. Was wiederum bedeutet, dass Sevdesk nicht Gesetzeskonform arbeitet und auch bedeutet, dass meine Buchhaltung und die gezahlten Abgaben falsch sind.

Sobald das Finanzamt, oder auch die Kunden, eine Klage gegen Sevdesk anstrengen, weil sehr viele Kunden falsche Buchhaltungen haben wird es sie wohl interessieren müssen…

oh jee…das wäre ja eine Katastrophe. Ist das in der EÜR Auswertung so oder bezieht sich das aufs Dashboard ? Bei letzterem scheint Einiges im Argen zu liegen. Z.B. werden da bei mir Brutto statt Nettobeträge angezeigt

Hallo @Peter_Heiligenbrunne!

Wir sind ebenfalls ein österreichisches Unternehmen und die „neue“ Berechnung der UVA ist seit ca. Frühjahr 2020 so (soweit ich mich erinnern kann). Früher konnte man zwischen Berechnung lt. Bezahlung oder Lieferung umschalten, das geht jetzt nicht mehr. In Deutschland ist da das Recht etwas anders, aber wie du sagst ist in Österreich ist USt. erst bei Bezahlung (unabhängig von Lieferdatum) fällig. Ich hab diesbezüglich bereits letztes Jahr mit sevDesk telefoniert und mir wurde gesagt, sevDesk unterstützt den österreichischen Markt nicht mehr – diese Entscheidung müssen wir wohl akzeptieren.

Da wir sevDesk aber in der Bedienung recht gerne mögen und ein Umstieg sehr aufwändig wäre, haben wir eine Lösung gefunden. Bei jeder UVA (in unserem Fall quartalsmäßig) suchen wir uns in der Belegübersicht mit dem Filter jeweils die Belege welche im Vorquartal bezahlt, jedoch im zu berechnenden geliefert wurden und ziehen diese ab, und addieren Belege welche im zu berechnenden Quartal bezahlt, jedoch erst im Folgequartal geliefert wurden. Das ganze vergleichen wir dann mit der EÜR, weil hier die Vorsteuer (aus irgend einem Grund) wieder laut österreichischem Gesetzt stimmt.

Alles drum und dran passen wir immer sehr auf, wir kontrollieren da immer extra genau und trauen den Zahlen nie!

Leider kein Einzelfall - liese dir mal meinen Beitrag dazu.
Wir sind auch total sauer und suche bereits nach 4 MOnaten wieder eine Alternative zu sevdesk.

In meiner Liste, Dinge die uns zusätzlichen Aufwand bei der Nutzung von Sevdesk verursacht, notiere ich aktuell:

1.Jede Rechnung manuell ändern auf Lieferdatum = Rechnungsdatum – sonst falsche Monatsauswertung bei Auswertung der UstVa.

2.Vorsteuer für UstVa. Manuell ausrechnen, da die Auswertung Vorsteuer, alle Mwst. zusammenfasst, auch die Ausländischen.

3.Steuerfreier IG Erwerb jedes Monat manuell ausrechnen, da die Auswertung nicht nach Rechnungsdatum sondern, völlig Sinn frei, nach Zahlungsdatum auswertet.

4.Auswertungen per Screenshot scannen und drucken, da Sevdesk keine Druckoption für einen ordentliche Archivierung des Monatsabschluss bereitstellt.

5.Manuell gesendete Aufträge kontrollieren, ob Lieferscheine & dann Rechnung daraus erstellt wurden, falls Ja den Auftrag manuell entfernen da diese sonst unübersichtlich bei den offenen bleibt.

6.Sammelüberweisungen an einen Lieferanten manuell an die Bank übertragen, da Fehler: Unexpected error on payment submission

7.Skonto Beträge manuell ausrechnen und bei Kontoabgleich nochmals manuell kontrollieren, da Sevdesk kein Skonto Berechnung vorab anbietet.

8.Bei Teillieferungen, mehrere Lieferscheine erstellen, da bei Sevdesk nicht möglich, ebenso eine Sammelrechnung aus Teillieferscheinen.

9.NEU: Bank Transaktionen manuelles CSV erstellen, diese aufbereiten, und dieses dann halbwegs brauchbar für den „automatischen“ Import einspielen. Seit 30.3 geht kein Online Bankimport mehr - Fehler liegt angeblich bei der Bank…

10.…To Be Continued"

11.Einen Blog samt Youtube Video starten um andere User über die Missstände beim Programm Sevdesk zu informieren und vor allem die Aussage „für Österreich optimiert“ wahrheitsgemäß klar zu stellen!